Ein Erbe für alle

Warum ist der Walzer ein Wiener? Was ist das Geheimnis des Blaudrucks? Wo wird das älteste Erntedankfest gefeiert? Wer züchtet Lipizzaner? Wie erlernt man das Spiel mit Marionetten? Kann es ein Glück sein, Pech zu haben? Wie viele Masken braucht die Imster Fasnacht? Schießen die Altausseer Taubenschützen scharf? Welche Ernterechte verlost Galtür? Ausdrucksvoll illustriert beschäftigt sich das neue Buch von Maria Walcher und Edith A. Weinlich mit den ersten 103 Eintragungen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich, geführt seit 2010 in der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Erbe und immaterielle Kultur werden selten in Zusammenhang gebracht. Denn was gibt es da zu erben? Die Antwort geben die vorgestellten Traditionen, die alle bis heute ausgeübt werden, selbst: Es sind Umgangsformen, über Generationen erprobt und immer wieder neuen Aufgaben und Herausforderungen angepasst. Überliefert wird ein vielfältiges und reiches Wissen über die Welt, in der wir leben, und das Gestalten von Beziehungen – zu Menschen, zur Natur, zur Arbeit, in den Mußestunden und an Feiertagen.